Das Wasserwerk in Holßel

Kurz nach der Verbandsgründung im Jahr 1949 musste sich der damalige Wasserbeschaffungsverband Land Wursten mit den Standortfragen für die Wassergewinnung und des zukünftigen Wasserwerkes befassen. Nach umfangreichen Beratungen und Abwägungen wurde der Beschluss gefasst, die zukünftige Wasserversorgung im Raum Holßel-Midlum aufzubauen. Im Jahre 1953 wurde mit dem Bau des Wasserwerkes in Holßel begonnen, welches 1955 fertig gestellt und in Betrieb genommen wurde. Aufgrund des Anschlusses von 19 Mitgliedsgemeinden sowie der Übernahme des Versorgungsnetzes der Gemeinde Hymendorf stieß man jedoch schnell an seine Kapazitätsgrenzen.

 

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Um auch zukünftig die Versorgung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser in ausreichender Menge zu gewährleisten, entschloss man sich im Jahr 1973 zum Bau eines neuen Wasserwerks in Holßel, welches 1975 ans „Netz“ ging.

 

Zur weiteren Absicherung des täglichen Trinkwasserbedarfs wurde neben einem Reinwasserspeicherbehälter in Spieka mit einer Kapazität von 1000 m³ noch ein zusätzlicher Reinwasserspeicherbehälter in Holßel mit einer Kapazität von 4000 m³ gebaut. Die Weichen für die Zukunft waren somit gestellt.Das aus den nahe gelegenen Förderbrunnen aus ca. 200 m Tiefe geförderte Rohwasser wird im Wasserwerk bei einer Leistung von bis zu 450 m³/h aufbereitet. Eisen, Mangan und andere Stoffe werden hierbei entfernt und das Wasser gefiltert. Nach der Aufbereitung wird es in einem 4000m³ fassenden Speicherbehälter gesammelt, bevor es dann über 5 Druckpumpen mit einer Leistung von jeweils 600 m³/h in das Versorgungsnetz eingespeist wird. Hierbei leistet das Wasserwerk Holßel eine Kapazität von ca. 4500 m³ pro Tag. In Spitzenzeiten wurden auch schon bis zu 7500 m³ pro Tag gefördert.

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